Haben Sie schon einmal von einem Clafouflan gehört? Zugegeben, der Name bringt einen erst einmal zum Schmunzeln. Aber lassen Sie sich nicht täuschen – hinter diesem witzigen Wort verbirgt sich ein wirklich überraschender Nachtisch. Ich habe ihn ausprobiert, war zunächst skeptisch… und dann absolut begeistert. Hier teile ich mein ganz persönliches Rezept – damit auch Sie sich schnell verlieben können.
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Clafouflan – was ist das eigentlich?
Stellen Sie sich eine Kombination aus zwei Klassikern vor: der zarte, cremige Flan und der fruchtig-lockere Clafoutis. Jetzt mischen Sie beides zu einem einzigartigen Dessert – und voilà: Clafouflan! Jedes Stück bringt eine kleine Geschmacksexplosion, bei der man sich fragt: Ist das jetzt Kuchen oder Pudding?
Seine Textur ist zart, aber nicht zu weich. Die Früchte bringen Frische, die Masse schmilzt auf der Zunge. Es ist genau dieses Wechselspiel, das ihn so spannend macht – besonders für alle, die gerne Neues entdecken.
Diese Zutaten brauchen Sie – einfach und variabel
Sie müssen keine ungewöhnlichen Gewürze oder Spezialzutaten einkaufen. Alles, was Sie brauchen, haben Sie vermutlich schon zu Hause – oder bekommen es im nächsten Supermarkt:
- 500 g reife Aprikosen (oder andere Früchte wie Kirschen, Birnen, Heidelbeeren)
- 4 Eier
- 130 g Zucker
- 250 ml Sahne (am besten Vollrahm)
- 250 ml Milch
- 100 g Weizenmehl
- 30 g Speisestärke
Tipp zum Variieren: Im Sommer passen Erdbeeren oder Pfirsiche wunderbar, im Herbst Birnen und Zimt, und im Winter vielleicht sogar Kirschen aus dem Glas mit etwas gemahlenem Kardamom.
Schnell gemacht – so geht’s Schritt für Schritt
Das Beste: Die Zubereitung dauert kaum zehn Minuten. Klingt gut? Dann legen wir los:
- Heizen Sie den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Waschen Sie die Aprikosen, halbieren Sie sie und entfernen Sie die Steine.
- Braten Sie die Fruchthälften in einer heißen Pfanne ohne Fett 2–3 Minuten an, bis sie leicht karamellisieren.
- In einer großen Schüssel Eier mit Zucker verquirlen, bis die Masse hell und schaumig wird.
- Geben Sie nun Sahne, Milch, Mehl und Speisestärke dazu. Alles gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
- Heben Sie die gebratenen Aprikosen vorsichtig unter.
- Fetten Sie eine Auflaufform gut ein und gießen Sie die Masse hinein.
- Backen Sie das Ganze für etwa 40 Minuten – die Oberfläche darf leicht gebräunt sein.
Wenn Sie mit einem Messer in die Mitte stechen und es sauber herauskommt, ist der Clafouflan durch. Ansonsten geben Sie ihm noch 5–10 Minuten im Ofen.
Der wahre Trick: Kühlen nicht vergessen
Machen Sie bitte nicht den Fehler, ihn gleich heiß zu servieren. Der Clafouflan entfaltet seinen vollen Geschmack erst nach dem Abkühlen. Lassen Sie ihn bei Zimmertemperatur abkühlen, und stellen Sie ihn dann für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank.
Ich persönlich mache ihn oft am Vortag. So bekommt er eine festere Struktur und die Aromen verbinden sich noch besser. Ein Stück davon, direkt aus dem Kühlschrank, mit einem Löffel Vanilleeis oder einem Fruchtcoulis – das ist Genuss pur.
Perfekt für jeden Anlass
Was ich am Clafouflan liebe? Er ist einfach herrlich wandlungsfähig. Einen Sonntagskuchen auf die Schnelle? Check. Ein Dessert für ein Dinner mit Freunden, das Eindruck macht? Auch das funktioniert.
Und mit ein paar kleinen Änderungen wird er immer wieder neu: Im Sommer erfrischend, im Winter schön würzig. Auch Kinder mögen ihn gern – vor allem, wenn man ihn mit Schokostückchen ergänzt.
Fazit: Eine kulinarische Überraschung zum Verlieben
Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieser „lustige“ Mix so begeistert. Der Clafouflan ist schnell gemacht, wunderbar wandelbar und überrascht mit jeder Gabel aufs Neue. Wer gerne bäckt, wird ihn lieben. Und wer sonst eher selten in der Küche steht, wird überrascht sein, wie leicht er gelingt.
Also, warum nicht mal ausprobieren? Vielleicht wird dieser kleine Hybrid aus Flan und Clafoutis ja auch Ihr neuer Lieblingsnachtisch.

